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Premiere: Roughstuff Lodenweste im alpinen Test

Im September 2013 habe ich ein besonderes Produkt auf einer Höhenwanderung in den Zillertaler Alpen getestet: die Roughstuff Lodenweste.

Im Zeitalter der HighTech-Kunststoff-Fasern mag es auf dem ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheinen, sich mit dem Thema Loden auseinanderzusetzen. Aber seit der Hersteller Roughstuff dem traditionellen Lodenmaterial einen sportiven Wind eingehaucht hat, greifen immer mehr Outdoor Sportler auf die erste Funktionsfaser seit Zeitbeginn zurück: nämlich Wolle.

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Roughstuff Lodenweste überzeugt im Test!

Roughstuff verwendet ein spezielle Materialstärke, die dem Anwender eine Mischung aus Klimakomfort und Wetterschutz bietet, wie er gerade in der Übergangszeit bei vielen Aktivitäten an der frischen Luft benötigt wird.

Im gerade durchgeführten Test auf dem Berliner Höhenweg schwankten die Temperaturen tagsüber zwischen 5° und 25°C, hier und da ein kurzer Schauer und wechselnder Wind, je nach exponiertem Streckenverlauf auf den Wegen und Steigen.

Nach 1 Woche alpinem Test bin ich kollossal begeistert von den tollen Trageeigenschaften:

++ der sportliche Schnitt sorgt für den funktionell so wichtigen Sitz, damit Feuchtigkeit schnell vom Körper abgeleitet werden kann; die Bewegungsfreiheit ist unbehindert
++ trotz der schwankenden Temperaturen fühlte man sich gleichbleibend wohl und klimatisch gut reguliert; erst bei direkter Sonneneinstrahlung und sehr warmen Temperaturen war man geneigt die Weste auszuziehen (das wäre bei jeder anderen Weste ebenso der Fall gewesen)
++ in langen Anstiegen mit sehr hoher Schweißentwicklung auf dem Rücken war keine Kältegefühl unterwegs oder während der Pausen zu spüren; der so typische Satz „Wärmt auch im nassen Zustand“ ist hier mehr als passend
+ die Winddichtigkeit des dünnen Wollfilzmaterials läßt sich natürlich nicht mit einer Windstopper-Weste vergleichen; das Lodengewebe ist grob geschätzt 70% winddicht; das hat seine Vorzüge, da hierdurch der Luftaustausch zwischen Körper und Umgebung gefördert wird; zum Fallschirmspringen also eher nicht geeigent, aber für alpine Unternehmungen, bei denen viel geschwitzt wird und unter den gegebenen Testbedingungen ein angenehmer Segen
++ die Robustheit hat überzeugt; auf dem Berliner Höhenweg gibt es eine Vielzahl von Seilsicherungen und einfachen Kletterstellen, bei denen es zum Kontakt mit dem Fels kommt und auch das Tragen eines 12 kg schwerer Alpinrucksacks über durchschnittlich 7h am Tag führte zu keinen Abriebspuren, Knötchenbildung o.ä.
++ zu guter letzt noch ein Wohlfühlaspekt: das Thema Körpergeruch; wer tagsüber hoch aktiv ist, der schwitzt ordentlich; klassische Funktionsfasern aus Kunststoff beginnen bereits nach kurzer Zeit unangenehm nach Schweiß zu riechen; ich halte gerade beim Schreiben hier noch einmal meine Nase an meiner seit 4Monaten ungewaschenen Roughstuff Lodenweste und rieche nichts, was irgendwie an Schweiß erinnert! Dazu sieht sie immer noch neu aus. Sand und Schmutz ließen sich einfach trocken abputzen

FAZIT: auf der nächsten Tour ist die Roughstuff Lodenweste bestimmt wieder dabei!

One Response to “Premiere: Roughstuff Lodenweste im alpinen Test”

  1. September 10th, 2013 at 14:17

    Christian says:

    Tag auch,

    also wer, und ich besonders nicht, hätte schon gedacht, dass bei den ganzen Kunstfasern, die heutzutage in Outdoorbekleidung stecken, ausgerechnet Wolle wieder ein Comeback feiert.
    Hab mit großem Interesse deinen Bericht darüber gelesen und bin grad wirklich am überlegen es mit dieser Weste auch mal zu probieren. Werd dann vielleicht auch einen kleinen Bericht darüber in meinen Blog Outdoor-Sportbekleidung verfassen und bin auf die Reaktionen schon gespannt.

    Nochmals vielen Dank für diesen tollen Erfahrungsbericht.

    Gruß,
    Chris

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